Wir Menschen sind alle auf der gleichen Suche: Glück und Freude finden. Schmerz und Leid vermeiden. Wir wollen nicht fühlen, was zu groß, zu schwer oder zu bedrohlich ist. Deswegen haben wir oft Angst vor Alleinsein und Stille - der Konfrontation mit uns selbst.

Ich habe mir die Tage eine unbequeme Frage gestellt:
Was habe ich eigentlich schon alles probiert, um negative Gefühle nicht fühlen zu müssen?

Die Antwort war lang. Sehr lang. Von den folgenden 50 Punkten habe ich genau zwei nicht gemacht. Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich wirklich alle aufgelistet habe. Vielleicht erkennst du dich in ein paar davon wieder. Vielleicht in vielen. Vielleicht musst du beim Lesen schmunzeln, so wie ich oder du merkst, dass dir kurz die Luft wegbleibt.

Das ist eine liebevolle Jahresrückblick-Einladung: Was ist für dich leichter als echte Konfrontation?

  • Frequenzen hören
  • Akupunktur
  • Heilsteine & Räuchern
  • Aromatherapie (Öle)
  • Kinesiologie
  • EFT
  • NLP / Affirmationen
  • Ablenkung durch Netflixen oder Lesen
  • Ablenkung durch Essen
  • Unterdrückung durch Alkohol
  • Unterdrückung durch Drogen
  • Segnung durch einen Guru
  • Andere Religionen ausprobieren (z. B. Buddhismus)
  • Verdrängung durch Affären oder Sex
  • Psychologiestudium
  • Bioresonanztherapie
  • Atemtherapie
  • Selbstfindung über Metaphysik & Readings
    (Numerologie, Gene Keys, Human Design, BaZi, I Ging, Astrologie)
  • Diverse Ausbildungen in Persönlichkeitsentwicklung
  • Aus dem Leben aussteigen – Suizidgedanken
  • Klassische Verhaltenstherapie
  • Yoga / Tai Chi
  • Meditation
  • Konsum von Selbsthilfebüchern oder Ratgebern
  • Nahrungsergänzungsmittel
  • People Pleasing / immer angepasst sein
  • Fasten
  • Antidepressiva
  • Schlafmittel
  • Überkonsum von Kaffee oder Aufputschmitteln
  • Klinikaufenthalt
  • Gruppentherapie
  • Psychotherapie (Einzeln)
  • Retreat
  • Pilgern
  • Feng Shui
  • Waldbaden / Erden
  • Boxsack, Sport oder Tanzen als Stressabbau
  • Journaling
  • Energieheilungs-Sitzungen
  • Besuch bei einer „Hexe“
  • Ayurveda
  • Beten
  • Umziehen oder sozialer Rückzug
  • Überarbeiten / Workaholism
  • Dauer-Scrollen (Instagram, TikTok, Nachrichten)
  • Humor als Abwehr: Sarkasmus, Zynismus
  • To-do-Listen-Exzesse
  • Positivdenken erzwingen
  • Warten auf den richtigen Zeitpunkt

Viele dieser Dinge wirken. Wir lernen unglaublich viel über uns. Einiges davon sollte man in sein Leben integrieren. Manche wiederum beruhigen nur kurz und oberflächlich unser Nervensystem. Durch Ablenkung, Konsum oder Wegdrücken bleiben wir erstaunlich schlecht darin, mit uns zu sein, wenn es unangenehm wird. Wenn wir immer Tun, kommen wir nicht ins Fühlen. 

Es ist verständlich, dass wir vermeiden wollen das zu fühlen:

  • die Leere
  • die Einsamkeit
  • die Ohnmacht
  • die Trauer
  • die Wut
  • das alte, unverdaute Zeug

Das ist kein persönliches Versagen. Das ist menschlich. Vielleicht ist die nächste Methode die Lösung? Vielleicht braucht es etwas Radikaleres – und gleichzeitig Einfacheres: Akzeptanz. Anerkennen, dass es immer wieder blöde Gefühle geben wird, dass es OK ist, so zu fühlen, dass man nicht immer sofort etwas daraus machen muss, weder reparieren, noch erklären oder flüchten. “Einfach” Aushalten - ja das ist unbequem und es erfordert Mut.

Wenn du ehrlich bist hinzuschauen, beginnt echte Veränderung.

Sei mutig. Sei echt. Sei dein eigener Superheld.

Von Herzen,

Nadine

Vielleicht brauchst du gerade keinen nächsten Schritt.
Sondern einen Ort, an dem du ehrlich mit dir sein darfst.

Mein Resilienzbuch ist genau dafür entstanden.
Nicht, um dich zu reparieren – sondern um dich wieder mit dir in Kontakt zu bringen.

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